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Earth Day mit Spoonflower


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Zum heutigen Earth Day durfte ich ein Projekt mit Spoonflower umsetzen und habe ich mir zu diesem Anlass Gedanken zu meiner Vorstellung von Nachhaltigkeit beim Nähen und bei Kleidung gemacht. 

Als ich wieder mit Nähen angefangen habe, war ich überwältigt von all den tollen Stoffen, Designs und Materialien. Ok, das bin ich immer noch. Am Liebsten würde ich sie alle vernähen und ich habe mir in meiner Begeisterung ein ziemlich verrücktes Stofflager angeschafft. Ich habe oder hatte auch zu jedem ein Projekt im Kopf, dass ich unbedingt nähen will. Ganz ehrlich, das kennt ihr, oder ? 🤫

Aber nach und nach passte das nicht mehr und ich kaufte fast nur noch Biostoffe, weil mir wichtig ist, wie meine Kleidung hergestellt ist und was wir da auf der Haut tragen. Da gibt es zum Glück mittlerweile auch ein grosses und tolles Angebot. Ich freue mich, dass das so gewachsen ist und ich offenbar nicht die Einzige bin, die sich das wünscht. Aber 2019 habe ich auch das Stoffkaufen massiv reduziert. Ich merke, dass so ein Vorrat eigentlich nicht so praktisch ist, weil man dann doch oft etwas Anderes braucht oder die Kinder sich etwas Anderes wünschen, oder... Und dass ich so immer mehr kaufe, als ich brauche, weil ich immer mehr Ideen als Zeit habe.  Und das ist doch einfach schade.

Und auch beim Nähen habe ich meine Einstellung geändert: als ich mit Probenähen angefangen habe, habe ich mich so über jede Chance irgendwo dabei zu sein gefreut, das ist auch toll und ich möchte es nicht missen. Ich durfte für so tolle Designerinnen und in wunderbaren Teams nähen. Und das macht mir wirklich Spass. Aber irgendwann war es etwas viel. Mir fehlte zu oft die Zeit und Musse, einem Teil etwas mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Etwas von Hand zu sticken, besondere Details zu nähen, mir Zeit zu lassen. Aber das macht ein selbst genähtes Kleidungsstück doch auch wertiger, sorgt dafür, dass sie einem mehr am Herzen liegen und man mehr Sorge dazu trägt. 


Und ich entdeckte das Flicken wieder für mich. Ich merke, dass ich mich freue, wie die Hosen der Kinder nach dem Flicken aussehen, dass sie dann eben nicht weniger wert sind, sondern besonders. Jetzt lasse ich mir wieder mehr Zeit. Nähe halt mal weniger (und kaufe trotzdem nicht mehr). Und merke dann, dass es gar nicht so dringend mehr brauchte. Ich stricke wieder, weil mich das entschleunigt. Und wenn wir etwas nicht mehr brauchen, hauche ich ihm öfters mit Upcycling ein neues Leben ein. Und ich richte mich nach dem Geschmack der Kinder. Unser Geschmack geht nämlich öfters auseinander. Was ihr hier seht, ist also jeweils der gemeinsame Nenner. Aber so werden die Sachen tatsächlich getragen und das ist mir wichtiger, als ein durchgestylter Feed. Und ich zeige euch, vor allem auf Instagram, Sachen mehrmals. Weil nicht immer alles neu sein muss, um etwas wert zu sein und gesehen zu werden. So wie diese Hosen. Ausserdem müssen die Sachen, um getragen zu werden, möglichst gut kombinierbar sein. 

Bei diesen Sets habe ich das zu vereinen versucht: Ich habe beiden Kindern ein Set aus Upcycling-Materialien und Biostoffen genäht, bunt, fröhlich und natürlich mit Tieren. Schliesslich trägt die Kleine nur Sachen mit Tieren drauf ist das Motto des heutigen Earth Days ja der Schutz der Artenvielfalt. Wir drei haben uns für das fröhliche Design von Studio_Amelie auf Bio-Musselin von Spoonflower.de entschieden. Dazu habe ich für jeden ein altes Hemd vom Papa vernäht. Kombiniert habe ich mit Bio-Chambray von Ying-Design.

Das Goldmeitli hat eine Tunika nach dem Schnitt “Hide and Seek Dress” von Oliver+S Patterns bekommen. Die Knopfleiste am Rücken habe ich so vom Hemd übernommen. Ich habe ihn das erste Mal genäht und mag ihn sehr. Und aus Musselin ist er schön sommerlich leicht. Dazu trägt sie ihre alten Upcycling-Hosen, die ich im Sashiko-Stil geflickt habe. Ausserdem habe ich ihr ein leichtes, schlichteres Jäckchen genäht. Aussen habe ich gelben Bio-Chambray verwendet und komplett mit dem alten Hemd gefüttert. Das hat gerade so gereicht. Darauf gab es eine kleine Stickerei von Hand. So mag die Kleine das Jäckchen gleich mehr. Der Schnitt ist übrigens die Pinio-Jacke von Firlefanz in der Vokuhila-Version, einfach ohne Bündchen und Knopfleiste, nur mit dem einen Knopf. Goldig, oder?!

Der Goldjunge hat ein Fischerhemd nach dem Schnitt “Fischers Fritz” von Rabaukowitsch bekommen. Auch bei ihm habe ich die Knopfleiste vom Hemd übernommen. Es ist schön leicht und scheint sich sehr angenehm zu tragen. Dazu gab es eine Weste aus dem gleichen Chambray und wieder gefüttert mit dem Hemd und mit dem süssen kleinen Wal. Der Stoff vom Hemd reichte gerade noch für Futter und Details eines “Sahnehäubchens”. Und auch seine Hose ist im Sashiko-Stil geflickt. Das ist übrigens total einfach.


Und jetzt schreibt mir doch, was ihr mit nachhaltigem Nähen verbindet? Und hat eigentlich schon jemand von euch zero waste pattern ausprobiert?

Stoffe:

Organic Sweet Pea Gauze von Spoonflower.de (wurde mir zur Verfügung gestellt)

Bio-Chambray von Ying-Design


Schnitte:

Hide and Seek Dress von Oliver+S Patterns

Pinio-Jacke von Firlefanz

Hose Ludwig von MaThiLa (nicht mehr erhältlich)


Fischers Fritz von Rabaukowitsch 

Sahnehäubchen von Rabaukowitsch 

Weste: eigener Schnitte 


Verlinkt bei Upcycling-Love von Firlefanz